Prozessoptimierung durch Risikomanagement


Wie läuft eine Prozessverbesserung ohne Risikomanagement ab?

Das ein Risikomanagement auch im Produktionsprozess nützlich und hilfreich sein kann, das zeigt folgende Geschichte aus dem Arbeitsbereich “Vorschlagswesen”. Beim betrieblichen Vorschlagswesen geht es darum, dass Mitarbeiter Vorschläge machen sollen, die eigene Arbeitsumgebung und die eigenen Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Randbedingung: In einem Betrieb ist Schmutzwasser angefallen. Das wurde durch Rohrleitungen in ein Sammelbecken geführt und von dort gab es dann eine Rohrleitung zu einem Klärwerk oder Schmutzwasseraufbereitungswerk. Diese Leitung war gelegentlich verstopft und dann natürlich immer zu den unmöglichsten Zeitpunkten (Nachts oder am Wochenende). Dieser Umstand führte zu Produktionsausfällen und ohne eine größere Bereitschaftstruppe konnten diese auf beträchtliche Beträge anwachsen.

Irgendwann einmal hatte jemand einen Vorschlag geschrieben in der Form, dass man einfach eine zweite Abwasserleitung parallel verlegt. Wenn die eine Leitung verstopft ist, dann könne man umschalten und in Ruhe weiter arbeiten und dann die andere Leitung in der normalen Arbeitszeit in Ordnung bringen.

Dieser Beleg ist in einer Akte verschwunden und niemand kümmerte sich darum. Einige Jahre nach der Pensionierung und – nach dem Tod des Mitarbeiters – meldete sich die Firma, dass der Vorschlag angenommen wurde. Die Witwe bekam dann noch eine sehr üppige Provision für diesen Vorschlag ausbezahlt.

Risikomanagement als die das Problem identifizierende und systematisch nach einer Lösung suchende Tätigkeit

Warum schreibe ich das? Nun die Antwort ist einfach. Mit einem systematischen Risikomanagement auch im Produktionsbereich werden solche Schwachstellen systematisch aufgelistet, systematisch durchgegangen und systematisch bearbeitet.

Mit einem klaren und durchgängigen Risikomanagement haben Sie auch in Ihrem Betrieb einen klaren Schlüssel zur Prozessoptimierung.