Keine Kontakte über Xing mehr möglich
Xing und ich …
Es ist soweit ich gehe zu xing auf Distanz. Nachdem ich in den vergangenen Monaten eine extremen Anstieg in mlm-Kontakten und Nachfragen hatte und diese die Kontaktaufnahme mit Daten aus xing begründeten, habe ich mein Profil reduziert. Dabei habe ich im Anfang das falsche Wort benutzt “Profil gecancelt”. Mir ging es zunächst einmal darum zu sagen: Neue Kontakte eher nein, ich brauche erst mal wirklich wieder Aufträge und Anfragen.
Um es klar zu sagen: Ja, ich suche weiter Kontakte, aber ich suche eher solche, die mir einen Auftrag beschaffen können. Und ich suche ggf. auch etwas, dass die Einnahmen meines privaten Blogs (der sich langsam zu einem Nebenerwerb mausert) ein wenig erhöhen kann. Aber ich suche keine Kontakte zu Leuten, die mir was verkaufen wollen und dann nicht in der Lage sind, mit eine PDF-Datei zuzusenden (Ob Sie es glauben oder nicht, so etwas gibt es!). Und auf diesem Level gibt es sogar einige.
Also wenn Sie mir erklären wollen wie reich Sie durch Ihre Arbeit geworden sind und Sie solch einfache Dinge dann nicht schaffen, dann rechnen Sie bitte nicht damit, dass ich Ihnen glaube.
Mit anderen Worten: Da mich die Leute, die wirklich einen Kontakt zu mir haben, eben kennen, habe ich Details meines Profiles gelöscht. Hierauf regierten weniger die mlm-ler, hierauf reagierte xing und zwar mit einer Sperrung meines Profils. Erst auf Grund einer Störungsanfrage – die Störung war das gesperrte Profil – erfuhr ich, dass ich nach Xing-Angaben
§ 4.1.1 ausschließlich wahre und nicht irreführende Angaben in seinem Profil und seiner Kommunikation mit anderen Nutzern zu machen und keine Pseudonyme oder Künstlernamen zu verwenden,
Diese Begründung überraschte mich schon. Da mein Profil vorher über Jahre hinweg akzeptiert war und ich nur Einträge gelöscht habe – solche, die zu besagten Anfragen führten – sehe ich keine grundsätzlich falsche Vorgehensweise. Ich stellte nur fest: Die Datenbank wird missbraucht und so ziehe ich mich zurück, vielleicht auch nur Zeitweise, aber erst mal Rückzug.
Wie lautet es weiter?
Wir möchten Sie nochmals darauf aufmerksam machen das XING primär unseren Mitgliedern ermöglichen soll, schnell und unkompliziert geschäftliche Kontakte zu knüpfen und das geschäftliche Netzwerk auszubauen. Hierbei sind Ihre geschäftlichen Daten und wahrheitsgemäße Angaben von besonderer Bedeutung. Bei der Registrierung akzeptiert jedes Mitglied unsere AGB und willigt damit ein, wahrheitsgemäße Daten einzupflegen.
Noch einmal: Ich habe keine falschen Daten eingepflegt, ich habe einfach nur Daten gelöscht.
Der Vorwurf von xing ist also falsch. Aber ich denke nicht im Traum daran, mir von Xing den Umfang der Daten vorschreiben zu lassen, die ich dort für veröffentlichungswürdig zu halten habe. Ein Profil ist etwas, dass man ändern und anpassen kann und man kann auch zeitweise Einträge zurücknehmen.
Nebenbei bemerkt: Wäre xing auch nur bruchstückweise wirklich erfolgreich, dann müsste ich im Falle eines Auftrages genauso verfahren. Bei Gulp zum Beispiel kann ich meine Verfügbarkeit auf 0 setzen und dann wird mein Profil nicht angezeigt. Xing hat diese Option gar nicht. Bei xing könnte ich nur Einträge zurücknehmen, also das tun, was ich getan habe. Bitte denken Sie daran, dass im Freelancerbereich Aufträge auch schon mal mehrere Jahre laufen. Es macht dann überhaupt keinen Sinn “ständig gefunden zu werden.”
Dessen ungeachtet weise ich Sie darauf hin, dass mir mit der Sperre auch die Post vorenthalten wird, die mir über xing-PN zustellt werden. Ich bekomme zwar die PN und auch eine Mitteilung, dass ich eine Nachricht erhalten habe, die Nachricht selbst kann ich nicht einsehen und ich kann auch zu Einladungen keine Stellung mehr nehmen. Nach meiner Auffassung gibt es eine Zustellpflicht. Also jemand, der einen Brief annimmt zum Zwecke der Weiterleitung, der ist verpflichtet, diese an die Zielperson weiterzuleiten und zwar ungeachtet irgendwelcher politisch motivierten Geschäftsbedingungen. Aber ich habe zur Zeit einfach keine Lust, dass juristisch auszufechten.
Übrigens: Die Stellenanzeigen aus der Gruppe “Freelancer” kann ich ohne weiteres lesen. Ich muss mich nur abmelden.
Noch einmal das Ziel meiner Maßnahmen
Das Ziel meiner Maßnahmen war es eine Flut von Kontaktanfragen einzudämmen, die vorwiegend darauf ausgerichtet war, mir etwas zu verkaufen – also nicht meine Leistung zu verkaufen. Ich habe nichts gegen Kontakte und nicht gegen Verkauf dieser Art. Aber im Augenblick bin ich eher daran interessiert, die Qualität bestehender Kontakte zu verbessern. Das war der Grund meines Teilrückzuges. Von daher werde im Augenblick jedenfalls nicht nach LinkedIn wechseln, jedenfalls keinesfalls sofort. Und ich werde auch keinen Kreuzzug führen gegen Xing. Die haben zur Zeit nichts für das ich kämpfen müsste um es zu bekommen. Wie gesagt: Ich wollte einfach nur an einer Stelle etwas weniger Arbeit. Hier hat mir zwar die Xing-Sperre einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht – durch die hatte ich wieder etwas mehr zu tun – aber das Thema ist mittlerweile auch durch.
Noch einmal: Ich möchte im Augenblick einfach im Wesentlichen mich auf die Zahl der Kontakte beschränken und hier an der Qualität – an der Zusammenarbeit – arbeiten. Es ist eine Phase, die wie “Kontakte suchen” eine bestimmte Ausrichtung und Tätigkeit erfordert. Sie erfordert aber weder in xing noch in LinkedIn ein vollständiges Profil.
Ich habe Kontakte, ich möchte diese Zusammenarbeit ausbauen und vertiefen und wenn ich hier verschiedenes “durch” habe, dann sehen wir weiter.